Mein Garten ist mein Paradies

Juni 2017

Vor drei Jahren haben wir zum ersten mal versucht selbst anzupflanzen. Im Garten. Vorher hatte ich nur Erfahrung mit Gemüsepflanzen aus Balkonkübeln, das hat vor allem mit  den Kräutern und den Tomaten super funktioniert.

Nun aber haben wir eine Gartenfläche von mehreren hundert qm übrig und hier irgendwie Atmosphäre zu schaffen ist echt nicht einfach, denn irgendwie wird man nie fertig – mit Arbeit und dem Geld ausgeben.

Es ist wie ein völlig überdimensionales Papier auf dem ein Kunstwerk entstehen soll und irgendwie weiß man nicht so recht wo man anfangen soll.

Darum hatte ich die glorreiche Idee, das Gras der Wiese einfach Meterhoch wachsen zu lassen und mit dem Rasenmäher Wege hineinzumähen. Dadurch haben wir nun mit ganz einfachen Methoden, ganz viel Stimmung erschaffen, die leicht zu pflegen ist und nichts kostet.

 

 

Diese Gras und Blumeninseln sehen nun nicht nur sehr hübsch aus, sondern bieten auch Bienen und Schmetterlingen Erholungsraum.

 

 

Ein Beet haben wir ganz einfach und ohne Klimbim in einem Windgeschützen Bereich angelegt. Es ist ca. 8 Meter lang und 1,5 Meter breit.

 

 

Wir haben gefühlte 50 Bücher über Selbstversorgung und Gartenbeete gelesen. Am Ende waren wir in der Theorie nicht viel schlauer, denn je mehr man liest desto komplizierter wird alles. Und je komplizeirter alles scheint, desto mehr vergeht einem die Lust dabei. Zumindest mir.

Also schmissen wir die Bücher in die Ecke, sahen uns fragend an und der Italiener sagte zu mir: „Lass uns einfach anfangen“.

Das war vor drei Jahren und unser erster Selbstversuch damals ein paar Tomaten und anderes Gemüse groß zu ziehen, war ein großer Misserfolg.

Das lag hauptsächlich an unserer Erde, wie sich im Nachhinein herausstellte. Der Boden hier im Allgäu ist sehr lehmig und voller Steine. Da wächst nicht alles, also mussten wir unser Beet im Folgejahr mit guter, nährstoffreicher Erde auffüllen.

Im zweiten Jahr pflanzten wir Kohlsorten, Kräuter und Essblüten an. Außerdem haben wir ca. 15 Obstbäumchen pflanzen lassen, die sich – nach Aussage des Gärtners – hier im Allgäu wohlfühlen. Birne, Apfel, Zwetschge, Pflaume und diverse Beerensträucher. Alle Pflanzen inkl. die im Beet, sind super angegangen.

 

 

Und dieses Jahr gedeiht unser Hauptbeet mit Stangenbohnen, Salbei, Karotten, Radieschen, Salat, Rukola und Kohlrabi besser denn jeh.

 

 

Heuer haben wir noch drei weitere Beete um den Wintergarten herum bepflanzt, ein Erdbeerbeet, ein Kräuterbeet und ein Blumenbeet. Ohne viel darüber nachzudenken ob die Pflanzen sich hier wohl fühlen könnten und ob der Standort perfekt ist,  haben wir es einfach gemacht und bis auf die Ranunkeln ( schade, meine Lieblingsblumen ) fühlten sich alle Samen und Knollen pudelwohl. Sogar die Gladiolen sind nun fast 80 cm hoch und müssten bald anfangen zu blühen!

 

 

Für unseren Wintergarten haben wir uns bisher noch nicht viel Mühe gemacht. Der ist diesen, spätestens nächsten Sommer dran. Da fehlen noch ganz viele Lampions, schöne Kissen und ganz viel Hängetöpfe und Lichter.

Ein paar Kletterpflanzen wären auch sehr hübsch und anlässlich der erfolgreichen Gemüseernte der letzten zwei Jahre und der großen Freude daran uns selbst mit eigenen angebauten Lebensmittel zu versorgen, möchten wir im nächsten Jahr auf Permakultur umsteigen.

Die Lektüre liegt schon bereit und die Pläne sind groß. Aber alles ohne Stress und vor allem:

 

 

Spaß solls machen und im Flow und Einklang mit uns und unserem Leben sein.